Von REACH ausgenommene Stoffe

Manche Stoffe sind von REACH komplett ausgenommen: radioaktive Stoffe, Abfälle, Stoffe im Transit (Zollüberwachung) und Stoffe zu Verteidigungszwecken.

Wenn chemische Stoffe, die zur Herstellung anderer chemischer Stoffe verwendet werden, nie von der Mischung anderer Chemikalien in einem geschlossenen System getrennt werden, sind sie vollständig von REACH ausgenommen (nicht isolierte Zwischenprodukte). Zwischenprodukte, die während des Produktionsverfahrens getrennt werden (isolierte Zwischenprodukte) müssen registriert werden, aber mit vereinfachten Informationsanforderungen im Verhältnis zu ihrem niedrigeren Risiko.

Manche Stoffe sind von der Registrierungspflicht befreit:

Stoffe, die in der Natur vorkommen, wie z. B. Mineralien, Erze und/oder Konzentrate, Zementklinker, Erdgas, Flüssigerdgas, Erdgaskondensat, Prozessgase und deren Bestandteile, Rohöl, Kohle und Koks sind auch von der Registrierungspflicht ausgenommen, solange sie nicht chemisch modifiziert wurden.

Außerdem sind eine Anzahl Basisstoffe mit bekannten Gefahren und Risiken von de Registrierungspflicht ausgenommen: Wasserstoff, Sauerstoff, verschiedene Edelgase (Argon, Helium, Neon, Xenon) und Stickstoff.

Es gibt auch Befreiungen von großen Teilen der REACH-Verpflichtungen für Stoffe in Lebensmitteln, Arzneimitteln, Pflanzenschutzmitteln, weil für diese schon andere spezifische Vorschriften gelten.

Polymere sind momentan auch von der Registrierungs- und Bewertungspflicht ausgenommen.

Nanomaterialien hingegen fallen unter REACH und müssen daher registriert, zugelassen, usw. werden.