REACH verlagert die Last auf die Industrie, nämlich in dem Sinne, dasss alle Akteure der Lieferkette verpflichtet werden, die Sicherheit der von ihnen verwendeten chemischen Stoffe zu gewährleisten.

REACH wird eine Registratierung von ungefähr 30.000 chemischen Stoffen erforderlich machen. Das Registrierungsverfahrenb wird von den Herstellern und Importeuren die Erstellung von Daten zu allen chemischen Stoffen abverlangen, die in der EU produziert werden, bzw. in sie importiert werden, wenn ihre Menge eine Tonne pro Jahr überschreitet. Diese Daten müssen in ein Registrierungsdossier eingetragen werden, das bei der Europäischen Agentur für Chemische Stoffe (ECHA) eingereicht werden muss.

Für Stoffe, die besonders besorgniserregend sind, ist eine Zulassung erforderlich. Diese Stoffe werden mit Priorität behandelt und werden im Laufe der Zeit dem Anhang XIV beigefügt. Sobald sie dort aufgenommen sind, muss die Industrie bei der Agentur einen Antrag stellen, um eine Zulassung zu bekommen, damit diese Stoffe weiter verwendet werden dürfen. Außerdem können die EU-Behörden bezüglich der Herstellung, der Verwendung oder der Vermarktung von Stoffen, die ein unannehmbares Risiko für die menschliche Gesundheit oder für die Umwelt darstellen, Beschränkungen auferlegen.

Den nachgeschalteten Anwendern müssen von den Produzenten und Importeuren Sicherheitsdatenblätter zur Verfügung gestellt werden, worin auf die möglichen Risiken des betreffenden Stoffs hingewiesen wird.

Die Europäische Agentur für Chemische Stoffe ist für die tagtägliche Verwaltung von REACH zuständig.